Pressemeldungen: Staatsanwaltschaften

Schwerin

Bauunternehmer wegen Rauschgifthandel festgenommen

(Fr, 03.02.2012) Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Schwerin haben am Donnerstag (02.02.2012) 250 Einsatzkräfte unter Leitung der Zollfahndung Hamburg einen Rauschgifthändlerring in Mecklenburg-Vorpommern zerschlagen. Es wurden 34 Objekte durchsucht, 3 Haftbefehle vollstreckt, Rauschgift, 210.000 Euro Drogengeld, 3 Schusswaffen und 5 hochwertige Autos beschlagnahmt.

Bei dem gestrigen Einsatz, an dem neben der Spezialeinheit ZUZ des Zollkriminalamtes auch Kräfte des Hauptzollamtes Stralsund sowie der Bundes- und Landespolizei M-V teilnahmen, wurden die drei Haupttäter in ihren Wohnungen festgenommen und insgesamt 34 Wohn- und Geschäftsobjekte durchsucht.
Die Staatsanwaltschaft Schwerin und das Zollfahndungsamt Hamburg ermitteln seit einem halben Jahr gegen einen 37-jährigen Wismarer Bauunternehmer wegen des Verdachts des Handels mit Kokain, Cannabis und Amphetamin.
Ausgangspunkt waren Erkenntnisse aus einem anderen Ermittlungsverfahren, das ebenfalls beim Zollfahndungsamt Hamburg geführt worden war.
Schnell wurde klar, dass der Bauunternehmer gemeinsam mit zwei weiteren Mittätern, dem 37-jährigen Prokuristen der Baufirma und einem 49-jährigen Demminer einen gut organisierten, bandenmäßigen Drogenhandel betreibt.
Das Rauschgift wurde vorwiegend in Mecklenburg-Vorpommern abgesetzt. Als zentraler Treffpunkt diente der Bande eine Spielothek im Großraum Wismar.
Bei dem gestrigen Einsatz konnten in den früheren Morgenstunden die drei Haupttäter in ihren Wohnungen festgenommen werden. Zeitgleich wurden 34 Wohn- und Geschäftsobjekte durchsucht. Bei dem Prokuristen wurden drei legale, aber nicht ordnungsgemäß aufbewahrte Schusswaffen – ein geladener Revolver und zwei
Gewehre – gefunden und sichergestellt.
Die Ermittlungen richten sich gegen 19 Tatverdächtige. Die drei Haupttäter, die im Verdacht stehen, mindestens seit 2009 mit Kokain, Cannabis und Amphetamin im mehrfachen Kilogrammbereich gehandelt zu haben, befinden sich in Untersuchungshaft.

Verantwortlich für den Inhalt: Oberstaatsanwalt Stephan Hagemann

Schwerin

Busse brennen in Parchim

(Fr, 06.01.2012) Busse brennen in Parchim

Am heutigen Tage wurde am frühen Morgen in einem Reiseunternehmen in Parchim ein Feuer in einer Carportanlage, in der sich eine Vielzahl von Reisebussen befanden, von einem privaten Sicherheits-unternehmen bemerkt. Den herbeigerufenen Kräften von Polizei und Feuerwehren aus Parchim und Lübz gelang es noch u. a. mit 23 Feuerwehrmännern sowie einem Mitarbeiter des Reiseunternehmens, diverse Busse aus der brennenden Carportanlage herauszufahren, so dass ein Übergreifen des Feuers auf alle abgeparkten Busse verhindert werden konnten. Dennoch brannten 7 Reisebusse komplett und ein Reisebus zu einem Teil aus. Der Schaden an Fahrzeugen und der Carportanlage beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 2 Mio. Euro.
Staatsanwaltschaft und Polizei gehen von Brandstiftung aus. Die Ermittlungen wurden aufgenommen und werden polizeilicherseits durch die bestehende EG Bus geführt.
Insbesondere wird ein Zusammenhang mit den weiteren Busbränden in der Region geprüft.

Verantwortlich für den Inhalt: Oberstaatsanwalt Stefan Urbanek

Schwerin

Staatsanwaltschaft Schwerin klagt Großmutter an

(Di, 01.11.2011) Die Staatsanwaltschaft Schwerin hat gegen eine 58-jährige Frau aus der Region um Lübz Anklage zum Schöffengericht des Amtsgerichts Parchim erhoben. Ihr wird der Tatvorwurf der fahrlässigen Tötung in zwei Fällen gemacht.

Am 03.07.2010 passte die Angeschuldigte auf ihre beiden 1 ½-jährigen Enkeltöchter in einem Schrebergarten auf, worum sie von ihrer Tochter gebeten worden war. Hierbei soll die Angeschuldigte erhebliche Mengen an Alkohol zu sich genommen haben. Infolge der alkoholischen Beeinflussung schlief die Angeschuldigte am frühen Abend ein und bemerkte nicht, wie die Zwillingsmädchen in der
Nähe eines ungesicherten etwa 5 m2 großen und ca. 70 cm tiefen Gartenteiches spielten, in den Teich fielen und schließlich ertranken. Durch Familienangehörige alarmierte Rettungskräfte konnten die Mädchen zwar noch reanimieren. Nachdem die Zwillinge per Hubschrauber in das Klinikum Schwerin verbracht wurden, verstarben sie kurze Zeit später.

Auf die Unschuldsvermutung hinsichtlich nicht rechtskräftig Verurteilter und die Offenheit des Verfahrensausgangs wird ausdrücklich hingewiesen.

Das Strafgesetzbuch sieht für den Fall der fahrlässigen Tötung Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe vor.

Verantwortlich für den Inhalt: Oberstaatsanwalt Stefan Urbanek

Schwerin

Staatsanwaltschaft Schwerin klagt mutmaßlichen Unfallverursacher an

(Di, 02.08.2011) Die Staatsanwaltschaft Schwerin hat gegen einen 22-jährigen Mann aus Niedersachsen Anklage zum Amtsgericht Parchim wegen zweifacher fahrlässiger Tötung sowie fahrlässiger Körperverletzung erhoben. Der Angeschuldigte war am 05.06.2011 gegen 09.25 Uhr mit einem in Parchim zugelassenen Kleintransporter aus Klein Dammerow in Richtung Quaßliner Mühle unterwegs gewesen. Ihm wird vorgeworfen, infolge vermeidbarer Unaufmerksamkeit mit einer nicht näher zu ermittelnden Geschwindigkeit von 72 bis 85 km/h ungebremst von hinten in eine die Straße am äußersten rechten Rand entlanggehende Gruppe von Spaziergängern hineingefahren zu sein, wodurch aus der Fußgängergruppe eine holländische Urlauberin und ihr 8-jähriger Sohn getötet und ein weiteres in einem Buggy sitzendes 1-jähriges Kind schwerste Verletzungen erlitt. Der Angeschuldigte soll erst 80 Meter nach der Kollision zum Stehen gekommen sein. Er soll gegenüber dem unfallaufnehmenden Polizeibeamten geäußert haben, dass er nach seinem Mobiltelefon gesucht habe.

Auf die Unschuldsvermutung nicht rechtskräftiger Verurteilter und die Offenheit des Verfahrensausgangs wird ausdrücklich hingewiesen.

Verantwortlich für den Inhalt: Oberstaatsanwalt Stefan Urbanek

  
Nachrichten

(Mo, 27.06.2011) Anklage gegen "Lewitz-Brandstifter" mehr »


(Do, 05.05.2011) Anklage gegen Bauunternehmer Sven K. aus Jamel erhoben mehr »